Der Wert einheimischer Arten

Einheimische Arten haben für das betreffende Ökosystem, in dem sie wachsen und somit für die gesamten Umwelt einen nicht zu unterschätzenden Wert. Sie tragen dazu bei, dass ein Ökosystem stabil oder überhaupt erhalten bleibt, sie sorgen dafür, dass sich andere Arten entwickeln und tragen somit zur Gesundheit der Natur bei. Dabei ist es nicht von Belang, ob es sich um Tiere oder Pflanzen handelt. Leider sind viele einheimische Arten verdrängt worden, weil andere, angeblich bessere und ertragreichere Pflanzen angebaut wurden. Sehr deutlich erkennbar ist das bei den Wäldern. Diese wurden lange Zeit als Monokultur angebaut, in Deutschland zum Beispiel waren es die Kieferwälder, die überall zu finden waren. Doch das Problem ist bei solchen Monokulturen, dass sie eben keine Vielfalt gewähren und somit auch nur den Pflanzen und Tieren einen Lebensraum bieten, die sich mit den gegebenen Bedingungen anfreunden können. Monokulturen laugen den Boden regelrecht aus und sind nicht dafür geeignet, ein gesundes Ökosystem entstehen zu lassen.

Werden fremde Pflanzen in ein Ökosystem eingebracht, so besteht bei diesen häufig die Gefahr, dass sie krankheitsanfällig sind. Sie kommen mit den gegebenen Bedingungen weniger gut klar und bringen eventuell sogar Krankheiten mit, die bei den einheimischen Arten normalerweise gar nicht auftreten. Oft werden die einheimischen Arten zudem verdrängt, weil sie sich weniger gut durchsetzen können. Insgesamt kann ein Ökosystem also einen erheblichen Schaden erleiden, wenn es durch fremde Pflanzen und Tiere gestört wird. So kann es auch sein, dass sich eine einheimische Art enorm vermehrt, weil Fressfeinde nicht mehr vorhanden sind. Dies kann durch eine Störung des Ökosystem und eine darauf folgende Abwanderung der Tiere der Fall sein. Einheimische Arten sind also genau angepasst, an klimatische Bedingungen und an die Boden- bzw. Ernährungsverhältnisse. Sie bringen und halten ein Gleichgewicht im Ökosystem, was in der Natur ein sehr empfindliches System darstellt.