Forstwirtschaft und Artenschutz in Deutschland

Mehr als elf Millionen Hektar Wald gibt es in Deutschland, geteilt in den Staats- und den Privatwald. Bei einer solchen Fläche ist es klar, dass es für die Forstwirtschaft Vorgaben geben muss. Schließlich ist der Wald ein wichtiger Faktor in der Volkswirtschaft zum einen, zum anderen ist er klimatisch und ökologisch zwingend notwendig. Die Nachhaltigkeit ist also auch ein großes Thema in der Forstwirtschaft, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Damit sollen auch die einheimischen Arten erhalten bleiben, die teilweise vom Aussterben bedroht sind und deren Überleben gänzlich von einer ausgeklügelten und überlegten Forstwirtschaft abhängt.

Es gibt verschiedene Organisationen in Deutschland, die sich mit der Forstwirtschaft befassen oder direkt für diese zuständig sind. Zu nennen wären da der Deutsche Forstwirtschaftsrat, dann der Deutsche Forstverein, die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft oder das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Forst- und Holzwirtschaft wird in ihrer Bedeutung für die Menschen häufig unterschätzt. Wenn man alle Zweige zusammen nimmt, die mit der Holzwirtschaft im weitesten Sinne zu tun haben, also auch die Papier- und Druckindustrie, dann gibt dieser Wirtschaftszweig mehr Menschen Arbeit, als der Maschinen- und Anlagenbau.
Innerhalb der Europäischen Union besitzt Deutschland den größten Vorrat an Holz, sogar noch mehr als Schweden. Auch dies ist ein Punkt, der häufig falsch eingeschätzt wird. Des Weiteren gibt es keine einheitlichen Zahlen über die tatsächlich eingeschlagenen Festmeter pro Jahr. Das Statistische Bundesamt hat für 2005 einen Einschlag von 56 Millionen Festmetern angegeben, es gibt aber auch Berechnungen, die von mehr als 70 Millionen Festmeter ausgehen.

Die Bewirtschaftung der Wälder, die sich in Privathand befinden, ist vorgeschrieben. Auch hier gilt also, dass die Wälder genutzt werden müssen, sie müssen regelmäßig ausgeholzt werden und es müssen junge Bäume nachgepflanzt werden. Inwieweit die Nutzung durch Privat tatsächlich eingehalten wird, ist aber nicht nachvollziehbar. Die Nachhaltigkeit spielt für viele „kleine“ Holzbauern privat noch kaum eine Rolle.