Forstwirtschaft und Artenschutz in Österreich und der Schweiz

Schon immer hatte die Forstwirtschaft in Österreich einen hohen Stellenwert und bis heute eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Für viele Unternehmen ist die Holzwirtschaft von großer Bedeutung, auch wenn der Holzeinschlag aufgrund verschiedener Ereignisse immer wieder abweicht. Rund 42 Prozent der Landesfläche sind bewaldet und bis heute steigt der Anteil der Waldfläche um rund 0,4 Prozent pro Jahr. Die Waldbewirtschaftung wird in Österreich als nachhaltig bezeichnet und orientiert sich an den sog. Österreichischen Forstgesetzen. Diese gehören zu den strengsten weltweit und sollen dafür sorgen, dass der Wald Heimat für einheimische Arten und Erholungsraum für den Menschen bleibt. Außerdem sichert der Wald die Lebensgrundlagen Wasser und Luft, was ebenfalls im Sinne der nachhaltigen Forstwirtschaft ist. Dennoch wird natürlich die Ökonomie nicht aus den Augen verloren und der Holzvorrat in Österreich ist einer der reichsten in Europa. Der Wald wird als multifunktional angesehen und so wird vor allem seit der Novelle des Forstgesetzes im Jahr 2002 noch mehr auf die Nachhaltigkeit geachtet.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit wird auch in der Schweiz verfolgt. So wird es zum Beispiel vermieden, Monokulturen anzupflanzen, denn diese würden die einheimischen Arten gefährden. Auch in der Schweiz wird beständig aufgeforstet und es wird alles daran gesetzt, dass nur so viel Holz eingeschlagen wird, wie auch wieder zugleich nachwachsen kann. Die Gesetzgebung ist mit der in Deutschland und Österreich vergleichbar. Die Forstwirtschaft zählt in der Schweiz zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren und schon allein aus diesem Grund wird seitens der Regierung versucht, den Wald als Produktionsstätte zu erhalten. Darüber hinaus soll er in seiner Funktion als Erholungsraum erhalten bleiben und auch in Zukunft endemischen Arten ein Zuhause bieten. Insgesamt sind es übrigens über 1,25 Millionen Hektar Fläche, die mit Wald bewachsen sind. Der Wald in der Schweiz wird teilweise sogar touristisch genutzt und ist insofern wieder ein multifunktionaler Faktor für die Wirtschaft.